Es handelt sich in diesem Fall um eine kongenitale Fehlbildung. Meist infolge von angeboren

Wachstumsstörungen der Beine. Diese Störungen haben sich in den Wachstumsfugen,

Röhrenknochenabschnitt zwischen Epiphyse und Knochenschaft, in der Knochenhaut oder/und in der

inneren Knochenhaut manifestiert. Auf diese Weise kam es zu einem einseitigen verminderten

Knochenwachstum. Eine anatomische Beinlängendifferenz kann aber auch durch Tumore verursacht

werden. Selbst septische Entzündungen können zu einer solchen anatomischen Beinlängendifferenz

führen. Die Mindermineralisierung der Knochen, die dann zu einer Beinverkürzung führt, kann aber

auch durch eine neuroorthopädische Erkrankung hervorgerufen werden. Anders sieht es hingegen

bei der funktionellen Beinlängendifferenz aus.