Auslöser und Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen

Kann meine Migräne durch einen Spannungskopfschmerz und Stress entstehen?

Migräne-Kopfschmerzen plagen die Betroffenen oftmals über mehrere Jahre hinweg. In vielen Fällen erweisen sie sich auch als therapieresistent. Die Auslöser für die Migräne - Kopfschmerzen können vielfältiger Natur sein. Oft werden Stress, Veränderungen der Umwelteinflüsse und ähnliche Faktoren genannt. Hinter diesen und weiteren Auslösern ist jedoch die Ursache der Schmerzen zu suchen. Stress entsteht, wenn gestellte Aufgaben und Anforderungen nicht mehr gemeistert werden können. Das bedeutet, dass nicht das stresst, womit man konfrontiert wird – sondern, wie man damit umgeht. Stress ist mithin das Ergebnis dessen, wie Anforderungen verarbeitet und bewertet werden: Jeder ist durch etwas anderes gestresst und jeder wirkt selbst an seinem Stresserleben mit. Das gibt jedem allerdings auch Möglichkeiten, mit »seinem« Stress besser umzugehen. Auch wenn Stress sehr individuell geprägt ist, werden verschiedene Stressoren unterschieden, die generell belastend wirken. Das sind zum einen körperliche Stressoren wie Kälte, Hitze, Lärm und Schmerzen, zum anderen chemische Stressoren wie Drogen, Medikamente und Nikotin. Daneben gibt es noch den psychischen Stress durch ungelöste Konflikte, Verlust eines geliebten Menschen, Angst, Sorgen oder anhaltende emotionale Überforderung.

Wie wird Stress wahrgenommen? Stress wird bei jedem Menschen durch etwas anderes ausgelöst: Nicht das, was auf uns einwirkt, sondern wie wir damit umgehen, macht uns Stress. Stress ist, mit anderen Worten ausgedrückt, das Ergebnis dessen, wie Anforderungen gedanklich verarbeitet werden. Und das ist individuell sehr unterschiedlich: Was für den einen Stress bedeutet, ist für den anderen Alltagsroutine. Entscheidend ist, wie man die Situation selbst bewertet. Solange wir uns einer Situation gewachsen fühlen, ist alles gut. Sind Leistungen durch Erfolgserlebnisse und Anerkennung gekrönt, hat Stress durchaus sein Gutes und heißt demnach – von griechisch eu, gut – Eu-Stress. Ergeben sich beim Abgleich zwischen den gestellten Anforderungen und den persönlichen Möglichkeiten zu deren Bewältigung jedoch Lücken, entsteht Di-Stress. Je größer die Kluft, desto stärker ist dieser. Indem jeder Mensch an seinem Stresserleben aktiv beteiligt ist, wird das Problem zwar nicht kleiner, aber lösbarer. Denn damit verfügt jeder auch über eigene Möglichkeiten, mit »seinem« Stress besser umzugehen: Den Schlüssel zur Stressbewältigung tragen wir in uns selbst. Daraus ergeben sich zwei Lösungsansätze. Ist der Auslöser für Stresses bekannt, kann die Umwelt dahingehend verändert werden, um den Grund weitestgehend auszuschalten. Daneben können persönliche Strategien aufgebaut werden, die einen effektiveren Umgang mit all jenem ermöglichen, was stresst, jedoch unabänderlich ist. Die Möglichkeiten, sich effektiv entspannen zu lernen, sind vielfältig. Jeder muss selbst herausfinden, welche Methode ihm am besten hilft. In Frage kommen unter anderem Atemtherapie, Autogenes Training oder auch Muskelentspannungstraining nach Jacobson. Wer es exotischer mag, kann auch durch Yoga und Meditation zur Entspannung finden.  Migräne Kopfschmerzen behandeln? AtlasreflexTh. bietet eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit an.

Kopfschmerz und Migräne

Die Migräne

Eine Migräne ist für die  Betroffenen eine sehr schmerzende Erfahrung. Es handelt sich bei dieser besonderen Art der Kopfschmerzen, um wiederholende Schmerzattacken, due zu einer körperlichen und auch seelischen Belastung werden.  Das Typische für eine Migräne sind die einseitig beginnenden Schmerzen. Das bedeutet der Betroffene hat nur auf einer Seite seines Kopfes Schmerzen, die in Kombination mit Übelkeit, Erbrechen oder auch Appetitlosigkeit verbunden sein können. Darüber hinaus leiden Migränepatienten auch nicht selten an einer Lichtempfindlichkeit. Auch andere Sinnes- oder Bewegungsstörungen können unter einer Migräne auftreten. Ein weiteres Merkmal der Migräne sind kalte Hände und Füße. Dieses Symptom ist auch in den schmerzfreien Intervallen zu beobachten. Der Grund hierfür liegt in einer Funktionsstörung der Gefäße. Die Migräne an sich wird in unterschiedliche Arten eingeteilt:

  • klassische Migräne
  • einfache Migräne
  • chronischer Spannungskopfschmerz
  • Cluster-Kopfschmerz
  • akuter Spannungskopfschmerz
  • kombinierter Kopfschmerz

Die klassische Migräne

Die klassische Migräne kennzeichnet sich vor allem durch einen hämmernden und pulssynchronen Schmerz, der sich vorwiegend auf den Bereich der Schlägen oder Augen konzentriert. Dieser Schmerz ist für die Betroffenen sehr belastend, da er einseitig ist und zudem 6 bis 8 Stunden andauert. In einigen Fällen kann ein klassischer Migräne-Anfall auch einige Tage dauern. Bei der klassischen Migräne tritt zudem auch eine teilweise Blindheit oder ein Flimmern auf. Dies wird auch als Migräne-Aura bezeichnet.

Die einfache Migräne

Bei der einfachen Migräne sind weder Sehstörungen vorhanden, noch fokussiert sich der Schmerz auf eine Seite. So können bei einer einfachen Migräne auch beide Seiten betroffen sein. Darüber hinaus ist der Schmerzbeginn, wie auch das Ende nicht klar abzugrenzen.

Der chronische Spannungskopfschmerz

Der chronische Spannungskopfschmerz ist ein Kopfschmerz, der ständig vorhanden ist. Allerdings kommt es zu unterschiedlichen Schmerzintensitäten. Die Betroffenen können einen dumpfen Kopfschmerz mit Muskelspannungen wahrnehmen. Es kann aber auch zu Angst- oder Depressionszuständen kommen. Jeder Kopfbereich oder auch der gesamte Kopf kann von den chronischen Spannungskopfschmerzen betroffen sein. Auch bei dieser Form der Kopfschmerzen können die Patienten unter einer Licht- und Lärmempfindlichkeit leiden. Darüber hinaus kann der chronische Spannungskopfschmerz mit Erbrechen und Übelkeit einhergehen. Es besteht zudem auch die Option, dass der chronische Spannungskopfschmerz nur einseitig wahrgenommen wird. Es kann zudem zu einer verstärkten Schmerzempfindung kommen.

Der Cluster-Kopfschmerz

Dies ist wohl eine der schlimmsten Formen der Kopfschmerzen. Denn der Cluster-Kopfschmerz kommt schnell und mit einer sehr hohen Schmerzintensität, wobei der Schmerz fast immer nur einseitig zu lokalisieren ist. Der Cluster-Kopfschmerz tritt auch immer zur gleichen Tageszeit auf. Entsprechend können die Betroffenen die Uhr danach stellen, wann und wie der Kopfschmerz auftritt. In der Regel dauert eine solche Attacke zwei Stunden. Es besteht die Option, dass Patienten über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei sind. Zu den klassischen Symptomen gehören in diesem Fall eine schmale Lidspalte und kleine Pupillen.

Der akute Spannungskopfschmerz

Bei dieser Form der Kopfschmerzen steigert sich die Schmerzintensität. Der Schmerz an sich wird von den Betroffenen dann einige Stunden lang wahrgenommen, erst dann geht er langsam zurück und ist nur in wenigen Fällen pochend oder mit anderen Symptomen verbunden.

Der kombinierte Kopfschmerz

In diesem Fall kommt es zu einer Kombination von Symptomen aus der Migräne und dem Spannungskopfschmerz.

Die Entstehung von Kopfschmerzen und Migräne

Die Entstehung von Migräne basiert auf einer Engstellung der Gefäße im Kopf, die sich dann zu einer Weitstellung entwickelt. Genau diese Weitstellung ist dann der Grund für die Schmerzen. Somit kann die Ursache für eine Migräne auf eine Funktionsstörung der Gefäße zurückgeführt werden. Diese Funktionsstörung wird von verschiedenen Botenstoffen im Gehirn verursacht. So gibt es eben auch unterschiedliche Auslöser, die eine Migräne verursachen können. Dazu gehören unter anderem:

  • negativer Stress
  • Alkohol
  • Aminosäure Tyramin (enthalten in Käse, Schokolade und Rotwein)
  • hormonelle Veränderungen der Frau beispielsweise während der Menstruation
  • bestimmte Lichtreize
  • körperliche Belastungen

Erhöhte Muskelanspannungen sorgen bei den Spannungskopfschmerzen für eine verringerte Durchblutung. Durch die Verspannungen werden dann Substanzen freigesetzt, die anschließend die Schmerznerven reizen. So werden die Kopfschmerzen von den Betroffenen wahrgenommen. Der Schmerz wiederum sorgt aber auch dafür, dass die Muskeln wieder angespannt werden. Es entsteht ein Teufelskreis, der für die Betroffenen sehr schmerzvoll ist.  Bei den Spannungskopfschmerzen ist sehr häufig Stress der Auslöser. Starke psychische Belastung oder auch enorme körperliche Anstrengung können Spannungskopfschmerzen begünstigen. Sehr häufig sind auch seelische Belastungen mit verantwortlich für auftretende Kopfschmerzen.

Diagnostik und Therapie in der Schulmedizin

Patienten, die unter chronischen Kopfschmerzen oder wiederkehrende Migräneattacken leiden, sollten sich in medizinische Behandlungen begeben. Es ist vor allem wichtig, dass hier eine gründliche neurologische und internistische Untersuchung erfolgt. Auch Röntgenuntersuchungen des Schädels und der Halswirbel können in diesem Fall großen Aufschluss darüber bringen, warum die Schmerzen entsprechend wahrgenommen werden. Weitere Untersuchungen während der Diagnostik können sein:

  • augenärztliche Untersuchungen
  • zahnärztliche Untersuchungen
  • HNO-ärztliche Untersuchungen
  • Elektroenzephalogramm (EEG, Hirnstrommessung)

In der Regel bekommen die Patienten dann Medikamente verschrieben, die den Schmerz unterdrücken sollen. In diesem Fall wird aber nur das Schmerz-Symptom, nicht aber die Ursache behandelt. Viele Patienten wissen zudem auch nicht, dass die meisten Medikamente, die gegen Kopfschmerzen verschrieben werden, auch selbst Kopfschmerzen erzeugen können. Auch die Nebenwirkungen der einzelnen Medikamente sollten beachtet werden.

Es geht auch anders – Therapien aus der Naturheilkunde

Wir sollten uns immer vor Augen führen, dass Kopfschmerzen und Migräne immer funktionelle Erkrankungen sind. Entsprechend können hier auch Naturheilverfahren sehr gute Ergebnisse erzielen. Damit naturkundliche Verfahren aber auch wirken können, müssen organische Erkrankungen, die die Ursache für die Kopfschmerzen oder Migräne sein können, ausgeschlossen sein. Damit die kopfschmerzauslösenden Ursachen auch wirklich gefunden werden können, muss jedoch ein wenig Zeit investiert werden. Darüber spielt in der Naturheilkunde auch das Auffinden der am besten wirkenden Methoden eine entscheidende Rolle. Es kann unter Umständen auch notwendig sein, dass die Betroffenen ihre Lebensweise ändern müssen.

Der Patient muss mithelfen

Es gibt natürlich auch Möglichkeiten, dass der Patient selbst aktiv mitwirken kann. So können Patienten beispielsweise ein Kopfschmerztagebuch führen. Auf diese Weise kann herausgefunden werden, welche Faktoren die Entstehung von Kopfschmerzen oder Migräne begünstigen. So können diese Faktoren nach dem Finden, dann auch vermieden werden. Neben diesem Tagebuch kann auch ein Schmerzmitteltagebuch geführt werden. So kann die Einnahme reduziert oder ein Missbrauch verhindert werden.

Weiterhin können Patienten auch auf psychosoziale Zusammenhänge achten. Einstellungen oder auch Verhaltensweisen sollten genauer betrachtet werden. In diesem Zusammenhang kann auch eine Psychotherapie eine entscheidende und vor allem auch sehr wichtige und hilfreiche Stütze sein.

Patienten, die unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden, sollten auch das eigene Leben ordnen. Aktive und passive Lebensphasen sollten ausgewogen miteinander kombiniert werden. So ist es beispielsweise sehr wichtig, einen gesunden Schlaf-Wachrhythmus zu haben. Auch der negative Stress sollte so gut, wie möglich verhindert werden. Denn Stress in seiner negativen Form ist eine Belastung für den gesamten Organismus.

Ordnung ist das halbe Leben – Auch mit Kopfschmerzen

Es wird nicht ausbleiben, als Kopfschmerzpatient ein entsprechendes Schmerztagebuch zu führen. Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich dieses Tagebuch ausschließlich mit den Kopfschmerzen. Jeder Tag und jede Situation, an denen es zu einem Kopfschmerz gekommen ist, sollte in diesem Buch festgehalten werden. Darüber hinaus sollte der Patienten auch die Intensität bestimmen. Hilfreich ist in diesem Fall eine Skala von 1 bis 10. Wobei die 10 für den höchsten Schmerz steht. Weitere Punkte, die auf jeden Fall in einem Schmerztagebuch notiert werden sollten:

  • Wo tritt der Kopfschmerz auf?
  • Welcher Schmerzcharakter ist festzustellen?
  • Was hat der Patient getan, bevor der Schmerz aufgetreten ist?
  • Wie war die eigene Stimmung vor dem Schmerzereignis?
  • Welche Wetter herrschte zum Zeitpunkt des Schmerzereignis´?
  • Wurden Genussmittel konsumiert und wenn ja, wie viel?
  • Gab es andere besondere Ereignisse?
  • Wann wurden welche Medikamente in welcher Dosis eingenommen?

Jeder Patient, der unter Kopfschmerzen oder Migräne leidet, hat seine ganz eigene Meinung, wodurch die Schmerzen entstehen. Es gibt beispielsweise Betroffene, die davon ausgehen, dass das Wetter einen sehr großen Einfluss auf die Schmerzen hat. Aber auch der Verzehr von Genussmitteln kann immer wieder eine Rolle spielen. Deshalb ist das Führen eines Schmerztagebuchs von entscheidender Bedeutung. Auch für die weiterführende Behandlung ist ein solches Tagebuch von entscheidender Bedeutung.

Eines ist jedoch immer wieder zu beobachten; Wer unter Kopfschmerzen leidet, ist sehr leistungsorientiert und ehrgeizig. Darüber hinaus sind Kopfschmerzpatienten leicht kränkbar und irritierbar. Soziale Beziehungen werden von diesen Menschen eher unpersönlich gestaltet.

Schmerzmitteln – Was sie können und was beachtet werden sollte

Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte immer unter Berücksichtigung der folgenden Aspekte erfolgen. Darüber hinaus sollten sich die Patienten auch bewusst sein, dass es kein Dauerzustand sein kann, die Schmerzen mit Medikamenten zu unterdrücken.

  1. Es sollten keine Kombinationsmittel eingenommen werden

Das bedeutet, dass hier ein Medikament eingenommen wird, das aus mehreren Schmerzsubtanzen besteht. Es kann in diesem Fall zu einer erhöhten Abhängigkeitsgefahr kommen. Weiterhin ist auch zu beachten, dass sich in vielen Kombinationsmitteln Koffein oder Beruhigungsmittel finden. Auch so kann die Abhängigkeit erzeugt werden.

 

  1. Kopfschmerzmittel erzeugen Kopfschmerzen

Dieser Punkt ist sehr wichtig und sollte auch entsprechend berücksichtigt werden. Generell kann aber davon ausgegangen werden, dass alle Schmerzmittel diese Eigenschaft besitzen. So kann es beispielsweise der Fall sein, dass ein Patienten, der bereits schon täglich Schmerzmittel gegen die Kopfschmerzen einnimmt, eine Abhängigkeit entwickelt hat oder aber das Schmerzmittel eigenständig Kopfschmerzen begünstigt. Damit der Patient auch wieder ohne Schmerzmittel leben kann, sollte das Mittel abrupt oder auch langsam abgesetzt werden. Für welche Varianten man sich entscheidet, hängt auch immer von dem jeweiligen Zustand des Patienten ab. Es kann zudem auch von Vorteil sein, eine klinisch-stationäre Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Welche Rolle spielt die Ernährung

Auslöser für Kopfschmerz- und Migräneanfälle können unter anderem auch Genussmittel sein. Deshalb sollten Alkohol und Nikotin von Patienten gemieden werden. Es durchaus auch möglich sein, dass koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel eine negative Wirkung haben und Kopfschmerzen begünstigen. In einigen Studien konnten nun aber belegt werden, dass Koffein durchaus auch eine positive Wirkung auf den Kopfschmerz haben kann. Vor allem wenn sich der Schmerz noch im Anfangsstadium befindet. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass auch Koffein eine Droge ist. Und wird diese dann dem Körper entzogen, kann dies zu körperlichen Beschwerden führen. Wer unter ständigen Kopfschmerzen leidet und zudem auch regelmäßig Kaffee oder schwarzen Tee trinkt, sollte mal für etwa vier Wochen darauf verzichten.

Sollten die Kopfschmerzen dann in den ersten Tagen zunehmen, so kann davon ausgegangen werden, dass das Koffein eine entscheidende Beteiligung an der Entstehung der regelmäßigen Kopfschmerzen hat. Werden die Kopfschmerzen nach vier Wochen weniger, so ist es klar, dass der Entzug des Koffeins ein Mitauslöser für die Kopfschmerzen war. Entsprechend sollte in der zukünftigen Lebensweise auf koffeinhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Ganz verzichten muss man aber nicht. Ein oder zwei Mal in der Woche können die Genussmittel konsumiert werden. Es

kann in diesem Fall nicht zu einer Abhängigkeit vom Koffein kommen. Weiterhin sollten sich in der Ernährung viel Rohkost und Magnesium finden.

Aber auch sonst sollte der Fokus auf eine gesunde und vor allem auch ausgewogene Ernährung liegen.

Eine Idee – Das Heilfasten

Das Heilfasten ist eine sehr gute Möglichkeit, die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen. Allerdings handelt es sich in diesem Fall um eine langfristige Option. Es sollte auch daran gedacht werden, dass es in den ersten Tagen des Fastens zu häufigen Kopfschmerzen kommen kann. In diesen Fällen können schulmedizinische oder auch naturheilkundliche Behandlungen nötig sein. Sind die ersten Tage dann aber erst einmal überstanden, können sich die Patienten über eine anhaltende Schmerzfreiheit freuen.

Ergänzend zu einer gesunden Ernährung können die Patienten auch auf Magnesium 300-900 mg am Tag setzen. Mit dieser Dosierung können die Anfälle vorgebeugt werden.

Entspannungstherapien

Vor allem Tiefenmuskelentspannung oder auch autogenes Training können die Schmerzen bei einem Anfall positiv beeinflussen. Das setzt jedoch voraus, dass der Patient in den einzelnen Übungen Erfahrungen hat und entsprechend geübt ist. Durch das regelmäßige Durchführen der Übungen kann auch der Stress besser verarbeitet werden. Auf diese Weise können die Kopfschmerzen an sich gemildert oder gar verhindert werden.

Die physikalische Therapie

Diese Therapie kann akut während eines Anfalls helfen, aber auch vorbeugend genutzt werden. Während des Anfalls ist es wichtig auf warme Füße zu achten. Es kann in diesem Fall ein warmes Fußbad helfen. Weiterhin sollte man es mit heiß-feuchten Nackenumschlägen versuchen. Aber auch kalte Unterarmtauchbäder für 20 bis 30 Sekunden können helfen. Eine Strichmassage von Stirn über die Schulter bis hin zum Rücken kann ebenfalls eine Linderung verschaffen.

Darüber hinaus ist diese Therapie auch für die Vorbeugung bestens geeignet. Hier sollten Patienten auf die Maßnahmen achten, die zur körpereigenen Gefäßregulation beitragen. Diese sollten dann trainiert werden. Auf diese Weise können Kopfschmerzen verhindert werden. Wird die körpereigene Gefäßregulation trainiert, können Kopfschmerzen nicht mehr so einfach entstehen. Für das Training stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Kniegüsse
  • Trockenbürstungen
  • Gesichtsgüsse
  • wechsel-warme bis Kaltwaschungen
  • Tautreten
  • Luftbäder
  • Sauna

Eine Massage ist immer gut

Auch mit einer Massage können Schmerzpatienten positiv auf die Kopfschmerzen einwirken. Sehr bewährt haben sich Bindegewebsmassage, Reflexzonenmassage, auch Fußreflexzonenmassage. Ideal ist auch die Migränemassage. In diesem Fall werden Rücken, Brustkorb, Nacken und Kopf mit einbezogen.

Weitere mögliche Therapien

Es gibt aber noch weitere Therapien, die bei Kopfschmerzen ihre Anwendung finden können. Dazu gehören:

  • Elektrotherapie
  • Balneotherapie
  • Bewegungstherapie

 

Die Elektrotherapie

Bei dieser Therapie kommen diadynamische Ströme zum Einsatz. Es erfolgt eine Kurzwellendurchflutung des Gehirns im Kondensatorfeld.

Die Balneotherapie

Das Mittelgebirge kann eine sehr gute Möglichkeit sein, die eigenen Kopfschmerzen therapieren zu können. Das Hochgebirge sollte allerdings gemieden werden. Hier kommt es meist zu einer Verschlechterung aufgrund der Föhneinflüsse. Auch starke Sonneneinstrahlung sollten Kopfschmerzpatienten unbedingt vermeiden.

Die Bewegungstherapie

Bewegung kann die Kopfschmerzen lindern oder diese auch gar verhindern. Wichtig ist es allerdings den Körper nicht zu sehr zu belasten. Deshalb sollte man auf Belastungssportarten lieber verzichten. Besser ist es auf Ausdauersport, wie joggen, Schwimmen, Radfahren oder auf Spaziergänge zu setzen.

Die sanfte Medizin – Homöopathie

Die Homöopathie ist eine sanfte und sehr gut verträgliche Möglichkeit, die Kopfschmerzen zu bekämpfen. Allerdings kann es eine Weile dauern, bis das passende Mittel gefunden wird. Ist dieses dann aber erst mal ermittelt, können sich sehr gute Erfolge einstellen. Ein erfahrener Homöopath sollte mit dieser Arbeit beauftragt werden. Folgende Mittel können, unter anderem, zur Auswahl stehe:

Arsenicum album D12, D30

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • Schmerzen vor allem in der Nacht
  • heftiger, brennender Schmerz
  • begleitet durch Angst, Unruhe, Übelkeit, Erbrechen
  • großer Durst vorhanden – es werden aber nur kleine Schlucke getrunken
  • Licht und Geräusche verschlechtern den Zustand
  • konstitutionelle Behandlung durch Fachtherapeuten: Schmerz kommt periodisch immer zum gleichen Zeitpunkt – Patient ist geschwächt, wirkt abgemagert und sehr frostig und ist pedantisch ordentlich

Belladonna D4, D6

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • pulsierender Schmerz, der kommt und wieder geht
  • hochroter Kopf
  • Verschlechterung durch Bewegung, Erschütterung, Aufstehen, Niederlegen, Bücken, Licht, Sonne, Geräusche oder Licht
  • Verbesserung durch Druck oder Rückwärtsbeugen

Calcium carbonicum D4, D6, D12

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten nicht im Anfall, sondern konstitutionell zu:

  • Drehschwindel
  • Kopfschmerz mit Wallungen
  • nach Anstrengungen heißer Kopf
  • im Kopfbereich eisige Kälte
  • viel saurer Fuß- und Kopfschweiß
  • Mittel besonders gut für Kinder mit großem Kopf und dickem Bauch geeignet

Calcium phosphoricum D4, D6, D12

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten nicht im Anfall, sondern konstitutionell zu:

  • Schulkopfschmerz bei abgemagerten, bei rasch geistig und körperlich erschöpfbaren Kindern,
  • Kopfschmerz nach jeder Anstrengung
  • Verschlechterung durch Bücken oder jede Bewegung verschlechtert
  • Verbesserung durch essen

Cimicifuga D3, D4, D6

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten nicht im Anfall, sondern konstitutionell zu:

  • starker Kopfschmerz an verschiedenen Stellen des Kopfes
  • Betroffen vor allem der Hinterkopf bei depressiven oder hysterischen Frauen (oft in den Wechseljahren)
  • besteht Zusammenhang zwischen dem Wechsel von seelischen und körperlichen Beschwerden
  • Beschwerden der Halswirbelsäule
  • funktionelle Herzbeschwerden
  • Verschlechterung durch Angst, im Freien, Verzweiflung, bei Kälte

Cocculus D4, D6

  • Schmerzen am Hinterkopf und im Nacken
  • Schwindel mit Übelkeit bei Kopfheben
  • nach durchwachter Nacht
  • Verschlechterung durch liegen auf dem Hinterkopf, fahren im Wagen, essen, trinken, Tabak, Kaffee oder frische Luft

Coffea D12

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • Nagelkopfschmerz mit Hitzegefühl
  • lebhafte Gedankengänge
  • Schlaflosigkeit
  • nervöse Herzstörungen
  • sehr empfindlich gegenüber Schmerzen und Sinneseindrücken
  • Verschlechterung durch Lärm, Geruch, Kälte und in der Nacht

Colocynthis D6, D12

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • sehr heftiger Kopfschmerz
  • brennender Gesichtsschmerz
  • Verschlechterung durch bücken, Bewegung, Ärger
  • Verbesserung durch frische Luft, Ruhe, Wärme

Cyclamen D3, D4, D12

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • klopfender und pulsierender Kopfschmerz bei Frauen mit Augenflimmern
  • zu frühe und zu starke Menstruation

Gelsemium D4, D6

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • dumpfer Kopfschmerz, meist vom Hinterkopf ausgehend
  • steifer Nacken
  • Grippekopfschmerz
  • sehr schläfrig
  • Benommenheit
  • Verschlechterung durch Wärme, Sonne, Bewegung, Schreck oder Erregung
  • Verbesserung durch reichlich Urinabgang

 

Glonoinum D4, D6

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • heftig pulsierender Kopfschmerz
  • hochroter Kopf
  • Verschlechterung durch Wärme, Alkohol, Bewegung oder Zurückbeugen des Kopfes
  • Verbesserung durch Luft

Ignatia D4, D6

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • pulsierender Nagelkopfschmerz – meist Folge von Aufregung, Gedankenarbeit, Darandenken oder Tabakgenuss
  • konstitutionelle Behandlung durch Fachtherapeuten: Bei Folge von Kummer, erträgt der Patient keinen Widerspruch, ist launenhaft, depressiv, zeigt eine reizbare Schwäche und ein häufiges tiefes Seufzen

Iris versicolor D3, D4, D6, D12

  • Die Sonntagsmigräne mit Übelkeit ist typisch, dazu gehört auch das saure Erbrechen.
  • meist Folge von geistiger Anstrengung und mit Leberstörungen verbunden
  • Verbesserung durch reichlich Urinabgang

Natrium muriaticum

  • konstitutionelle Behandlung durch Fachtherapeuten:
  • es tritt ein klopfender, berstender Kopfschmerz auf, der meist morgens beginnt und am Abend verschwindet
  • Heißhunger führt zur Abmagerung
  • Durst
  • Verlangen nach Salz
  • Verschlechterung durch Frostigkeit, Depression, Gereiztheit, Wortkargheit, Trost oder Bewegung
  • Besserung durch Ruhe und Niederlegen

Nux vomica D4, D6, D12

Folgende Eigenschaften treffen auf den Patienten im Anfall zu:

  • Kopfschmerz mit Übelkeit, vor allem nach Genuss von Alkohol
  • konstitutionelle Behandlung durch Fachtherapeuten:
  • der Patient ist lebhaft und gereizt mit einer gehetzten und meist sitzenden Lebensweise
  • Streitsuch und das Verlangen nach Genussmitteln dominiert
  • Genussmittel werden aber nicht vertragen
  • äußerliche Eindrücken werden mit Überempflindlichkeit wahrgenommen
  • Verschlechterung durch frische Luft, langer Schlaf, essen
  • Besserung durch warmes Zimmer, kurzer Schlaf, Ruhe

Pulsatilla D4, D6

  • Kopfschmerz mit Gefühl, als ob sich der Schädel abhebt, vor allem vor der Menstruation oder wenn diese ausbleibt
  • konstitutionell für entschlussschwache, weinerliche, launenhafte, frostige, junge Frauen
  • Verschlechterung durch Ruhe und Wärme
  • Besserung durch Trost und im Freien

Sanguinaria D6, D12

  • Kopfschmerz mit Hitzewallung
  • Schwindel
  • Gefühl, als ob Augen aus Höhlen springen
  • Brennen von verschiedenen Körperteilen
  • Verschlechterung der Schmerzen durch Sonne, Licht, Wärme, sonniges Wetter

Sepia D4, D6, D12

  • halbseitiger Schmerz bei Frauen in Wechseljahren oder mit Regelstörungen
  • starker Schmerz mit Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Frostigkeit, heißer Kopf und kalte Füße
  • morgens ist schlechter, als abends
  • Gefühl, als ob Unterleib herabhänge
  • Verschlechterung durch warme, stickige Luft und Menschenansammlungen
  • Verbesserung durch Bewegung und frische Luft

Spigelia D3, D4, D6

  • halbseitiger Schmerz, der periodisch wiederkehrend und stechend ist
  • mit der Sonne steigen und fallen die Schmerzen
  • Verschlechterung durch Bewegung, Berührung, Erschütterung und Wetterwechsel

Welche Mittel helfen aus der Pflanzenheilkunde?
Auch im Bereich der Pflanzenheilkunde gibt es einige Mittel, die genutzt werden können, damit die Schmerzen im Kopf gemindert werden.

Vorbeugend zur Minderungen können unter anderem Paullinia cupana in: dolor-loges®- Tropfen eingenommen werden.

In der Anthroposophischen Medizin können unter anderem rum-Quarz-Kapseln, Kephalodoron, Sanguinaria comp., Secale/Quarz genutzt werden.

Aber auch bei den Bach-Blüten gibt es Mittel, die wirken. Vor allem Vine und Star of Bethlehem sind sehr zu empfehlen.

 

Die ausleitenden Verfahren

Eine Ausleitung kann all die giftigen Stoffe aus dem Körper befördern. Sehr zu empfehlen ist bei Organmigräne eine blutige Schröpfung. Geht die Migräne hingegen vom Halswirbel aus, so sollte man auf Schröpfkopfmassagen im Nacken setzen. Bluthochbedingte Kopfschmerzen bei vollblütigen Patienten können mit Aderlässen behandelt werden. Auch Blutegel können eine entsprechende Linderung bringen.

Die manuelle Medizin

Kopfschmerzen, die vom Halswirbel ausgehen, kann die manuelle Medizin sehr schnell eine Besserung bringen.

Auch die mikrobiologische Therapie kann bei Kopfschmerzen mit entsprechenden Ergebnissen eingesetzt werden.

Die Neuraltherapie und ihre Wirkung

Diese Therapie kann auch die Kopfschmerzen wirksam beeinflussen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Kopfschmerzen durch Störfelder verursacht werden. Weiterhin können Linderungen auch durch Injektionen erreicht werden. Befinden sich Fremdmetalle im Mund, können Kopfschmerzen durch die Quecksilberbelastung oder Mundströme ausgelöst oder auch verstärkt werden. Ein erfahrener Therapeut auf diesem Gebiet kann die elektrischen Ströme zwischen den Plomben und der Quecksilberbelastung prüfen. Bei einer sehr hohen Belastung sollten diese dann umgehend entfernt werden.