Atlasgelenk untersuchen 2017-07-30T18:05:18+00:00

Über eine manuelle Funktionsüberprüfung kann ein Fehlstellung im Atlasgelenk festgestellt werden

Wie und von wem kann die Fehlstellung im Atlasgelenke untersucht und behandelt werden?

Die Bewegung des Atlaswirbels und im Atlasgelenk können am Lebenden leicht von einem Atlastherapeuten untersucht werden. Wenn man zunächst unterhalb des Ohres den Warzenfortsatz des (processus mastoideus) des Schädels tastet, sollte sich dieser bei Nickbewegungen des Kopfes auch bewegen. Tastet man nun von vorne 1 cm weiter nach caudal (unten) durch die Muskelmasse des M. sternocleidomastoideus, so findet man einen Knochenpunkt: Dies ist der seitliche Fortsatz des Atlaswirbel. Bei Nickbewegungen sollte dieser Punkt sich nicht bewegen. Bei Drehbewegungen sollte der Processus costotransversarius des Atlaswirbel der Drehbewegung des Kopfes in vollem Umfang folgen. Die Fehlstellung des Atlaswirbel hingegen wird bei dieser Methode nur über eine gezielte und manuelle Untersuchungstechnik festgestellt. Eine Röntgen/CT- oder MRT-Aufnahme ist nicht notwendig.

Mittels abgleichender Bewegungstests und guter anatomischer Kenntnisse kann der Behandler schon erste Zusammenhänge zwischen Symptomen und Atlasfehlstellung erkennen. Mit viel Fingerspitzengefühl über das sensorische Abtasten des Wirbels und seiner Weichteilumgebung entsteht durch die räumliche Vorstellung ein Bild, in dem die Atlasfehlstellung gut erkennbar wird. Mithilfe des anatomischen Modells kann dem Patienten die genau Lage des Atlas und seine mögliche Fehlstellung aufgezeigt und über den Befund aufgeklärt werden. Nach der manuellen Überprüfung der Lage des Atlas, wird die Muskulatur im Nacken vorbehandelt. Dazu verwenden wir die ThemPer Technologie, um eine physikalische Entspannung der Muskeln zu erzielen. Im Sitzen werden dem Atlas lediglich kleine Impulse aus dem ThemPer Gerät übertragen, die den Atlaswirbel etwas schwingen lassen. Mithilfe der Schwingung sollen die um den Atlas liegenden Muskeln, Bänder und Sehnen sich entspannen. Zur Orientierung braucht der Therapeut nur zwei ausgewählte Druckpunkte, an denen er die Impulse dem Atlas übermittelt. Das Gelenk muss hierbei nicht manuell geschoben zu werden. Die physikalische Entspannung der Muskeln und der dazwischenliegenden Membranen können Platz für eine Gelenkausrichtung zwischen Kopf und Atlas machen. Ein solches physikalisches Entspannungsverfahren (PEV) ist nicht schmerzhaft und völlig ungefährlich. Nach zwei Wochen kann die Anwendung kontrolliert werden.

In der atlasreflexTh. Ausbildungsstätte in Andernach bei Koblenz wird diese Art des Vorgehens geschult und unterliegt den geltenden Anforderungen an die Ausbildung für Atlastherapeuten. Hierzu sind nur Personen zugelassen, die eine medizinische Ausbildung haben wie z. B. Physiotherapeuten oder Heilpraktiker. Diese Eingrenzung dient der Qualitätssicherung und garantiert dem Patienten eine bestmögliche Versorgung.