Kiefergelenkschmerzen 2017-07-20T15:48:20+00:00

Project Description

Skoliose mit Beckenschiefstand
Skoliose mit Beckenschiefstand

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Atlasgelenk, Atlaswirbel und Kiefergelenk?

Zähneknirschen belastet den Kiefer und verkrampft die Kaumuskeln. Wie können diese Symptome behandelt werden?

Wenn wir beißen oder kauen, lasten enorme Kräfte auf dem Kiefergelenk. Normalerweise bleibt der Muskulatur jedoch genug Zeit, sich zu erholen. „Im entspannten Zustand besteht kein Druck auf den beiden Zahn­reihen“, aber Zähneknirschen und Pressen kann nicht nur Zahnsubstanz kosten, sondern auch Muskeln und das Kiefergelenk überlasten.

In der Regel passt der Zahnarzt eine Aufbissschiene an, die Betroffene nachts tragen. Sie schafft Dis­tanz zwischen Oberkiefer und Unterkiefer und entlastet das Kausystem. Weil das „Zähne-Zusammenbeißen“ eine mangelnde Stressverarbeitung ausdrücken kann, können Verfahren wie progressive Muskelentspannung oder eine Entspannung über den Atlaswirbel langfristig helfen.
Durch Knirschen und Pressen im Kiefergelenk über viele Jahre, aber auch aufgrund von Veranlagung oder Fehlstellungen, können die Bänder, die den Diskus halten, geschädigt werden und dieser kann sich schmerzhaft verlagern. Meist vergehen die Beschwerden nach einigen Wochen wieder, selbst wenn der Diskus nicht mehr in seine ideale Position gelangt.

Treffen Oberkiefer und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, kann es zu Störungen und Schmerzen kommen. Beim Schließen des Mundes verschiebt sich der Unterkiefer dann automatisch in eine neue Position, um diese Kieferfehlstellung auszugleichen.

Dadurch wird ein Druck auf umliegende Muskeln erzeugt, so dass diese in unnatürlicher Weise beansprucht und belastet werden. Experten sprechen von einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD), einer Funktionsstörung im Kiefergelenk, also im Zusammenspiel zwischen Oberkiefer- und Unterkiefer.

Unser Kiefergelenk ist über Muskeln und Nerven intensiv mit anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparates verbunden. Alle Teile des Stütz- und Bewegungsapparates beeinflussen sich gegenseitig. So können Funktionsstörungen des Kiefergelenkes Beschwerden und Erkrankungen in anderen Bereichen des Stütz- und Bewegungsapparates auslösen. Umgekehrt gilt dies genauso: Störungen in anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparates, Bsp. Atlasgelenk, können Beschwerden und Erkrankungen im Kiefergelenk und dessen Kiefermuskeln bewirken.

So kann ein Zusammenhang zwischen der erhöhten Spannung und Symptomen wie übermäßigem Knirschen und Pressen mit den Zähnen, Schmerzen im Kiefergelenk und der Kaumuskulatur und der Atlaswirbel Fehlstellung im Atlasgelenk genannt werden.
Mit dafür verantwortlich ist vielfach das zu hohe und ungleichmäßige Spannungsverhältnis der tiefen Nackenmuskeln und deren Spannungsübertragung zur Kaumuskulatur, die ihre Überspannung an das Kiefergelenk absorbiert und das Zusammenpressen der beiden Hälften verursacht. Besonders in einer Phase der Entspannung oder während des Schlafens wird daraus eine unwillkürliche Funktion, die meistens erst nach sichtbaren Zahnschädigungen auffällt.
Die Behandlung über das Atlasgelenk kann auch dem Kiefergelenke helfen, diese Fehlfunktion zu regulieren und liefert damit einen weiteren Baustein zur Therapie des schmerzhaften Kiefergelenkes.